Chronik

Die Chronik des Lusenschutzhauses

um 1910
eine kleine offene Unterstandshütte auf dem Lusen, die während des 1. Weltkrieges abbrannte

1934/36
Planung des Lusenschutzhauses durch die Sektion Grafenau des Bayerischen Wald-Vereins auf Initiative des Vorstände Oberlehrer Krieger und Regierungsrat Obermaier; Bauplan von Architekt Oberneder aus Freyung; Lagebestimmung durch eine Wasserquelle am Südrand der Lusenkuppe, von der auch das Baumaterial Granit stammt.

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Rohbau; Grafenauer Bürger bringen durch freiwillge Trägerdienste viele Zentner Baustoffe auf einem Trampelpfad auf 1345m Höhe.

1937
Fertigstellung der Schutzhütte und Anlage der Terasse; Baukosten 25000 RM trotz viel freiwilliger Eigenleistung; Hüttenbetrieb an Sonn- und Feiertagen bis Kriegsbeginn.

1947
Heimatvertriebene wohnen im Lusenschutzhaus; Errichtung des Gipfelkreues durch die kath. Pfarrjugend St. Oswald.

1948/49
Pächter ziehen erstmals auf den Lusen, ein Esel wird als Tragtier benutzt, Wasser wird teilweise in Fässern wegen versiegender Quelle herangeschafft.

1949
Neugründung der Sektion Grafenau.

1952
Betrieb einer Telefonleitung auf Holzmasten.

1955-67
Wiederholter Umbau von Küche, Gastraum und sanitären Anlagen.

1969
Planung von elektr. Energie und Fließwasser  für das Schutzhaus durch die Vorstandschaft, vor allem durch 1. Vorsitzenden Martin Lindermayer und Hüttenwart Architekt Rudolf Ressel; große Unterstützung durch Landratsamt Grafenau mit Landrat Karl Bayer.

1970-73
Verlegung eines 10 KV Stromkabels von Waldhäuser zum Lusen unter Mithilfe der Bundeswehr Freyung; Quellfassung beim sog. Wasserloch; unter dem Winterweg liegen neben dem Stromkabel, die Wasserleitung, das Pumpenkabel und die Telefonleitung; Bau der Hochbehälter an der Lusenkuppe; Schaffung eines Bergwachtraumes; Gesamtkosten ca. 550 000 DM.

Okt. 1973
Einweihung der modernisierten Schutzhütte in Anwesenheit von Regierungspräsident Dr. Gottfried Schmid

seit 1973
fortlaufend Verbesserungen und Reniovierungen im Innen- und Außenbereich das Lusenschutzhauses, besonders Dachstuhl, sanitäre Anlagen und Klärgrube

2008
Weihe des Christuskorpus am Lusengipfelkreuz durch Diözesanbischof Wilhelm Schraml

2013
75 Jahre Lusenschutzhaus

Quelle: Helmut Breitschaft / Passau